Stakeholder-Landkarte: Wer entscheidet, wer blockiert, wer nutzt?

IT-Projekte scheitern selten an der Technik. Sie scheitern daran, dass jemand übersehen wurde, der entweder die Entscheidung trägt oder die Akzeptanz im Tagesgeschäft bestimmt. Eine einfache Landkarte vor dem ersten Kickoff verhindert die meisten dieser Überraschungen.
Vier Felder reichen aus. Hohe Macht, hohes Interesse: das sind die Entscheider und Sponsoren. Sie müssen den Nutzen verstehen, bevor sie ihn verteidigen können. Hohe Macht, niedriges Interesse: stille Veto-Träger. Sie blockieren nicht aktiv, aber ohne ihr beiläufiges Ja kommt das Projekt nicht durch die nächste Budgetrunde. Niedrige Macht, hohes Interesse: die Anwender im Fachbereich. Sie entscheiden in der Praxis, ob ein System genutzt wird oder nicht – unabhängig vom Beschluss. Niedrige Macht, niedriges Interesse: informieren reicht.
Wer diese vier Gruppen vor dem Projekt benennt und mit Namen hinterlegt, hat in einer halben Stunde mehr Risiko reduziert als in zehn Statusmeetings danach. Die Landkarte gehört auf ein Blatt – nicht in eine Slide-Reihe.
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