Schulung ist nicht Adoption – aber sie entscheidet darüber.

Wer ein neues System einführt, plant fast immer Schulungen ein. Was selten geplant wird, ist die Unterscheidung zwischen drei Ebenen, die in jeder Schulung getrennt adressiert werden müssen.
Wissen. Die Anwender müssen verstehen, was das System tut und warum es eingeführt wurde. Diese Ebene ist die einfachste – sie lässt sich mit Folien, Videos und einer halben Stunde Aufmerksamkeit abdecken. Sie reicht aber nicht.
Können. Anwender müssen die Schritte beherrschen, die sie in ihrer Rolle tatsächlich brauchen. Nicht das vollständige Funktionsspektrum – das ist Hersteller-Logik. Sondern die zwanzig Klicks, die in der nächsten Woche im Alltag anstehen. Diese Ebene braucht Übungsumgebung, nicht Frontalunterricht.
Wollen. Anwender müssen einen erkennbaren Vorteil sehen – oder zumindest keinen erkennbaren Nachteil. Wenn das neue System mehr Aufwand erzeugt als das alte, ohne dass dieser Aufwand an anderer Stelle entlastet, wird kein Training der Welt Adoption herstellen.
Schulung deckt Wissen und Können ab. Wollen ist eine Führungsaufgabe. Beides wird oft verwechselt – mit absehbaren Ergebnissen.
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